Fälle - neues Handling

Neues Fallhandling ab Elexis 3.0.9

Bisher konnten Sie in der View "Fälle" jeden Fall zu jeder Zeit bearbeiten, auch wenn schon Leistungen in diesem Fall verrechnet wurden. Gelegentlich sind beim Erstellungszeitpunkt des Falls nicht alle Daten vorhanden oder der Fall stellt sich anstatt KVG später als UVG heraus - oder umgekehrt.

Diese Freiheit in den Einstellungen führt in der aktuellen Lösung in Elexis früher oder später zu Fehlern in den kaufmännischen Auswertungen der erbrachten Leistungen. Aufgrund der immer wiederkehrenden und zahlreichen Problemmeldungen und Fragen haben wir entschieden, die Änderungen an bereits in Verrechnung stehenden Fällen einzuschränken.

Neuerungen:

Nachdem in einem Fall eine Rechnung erstellt wurde, können verrechnungsrelevante Einstellungen, wie Gesetz, Kostenträger und Verrechnungsmodell (TP, TG) nicht mehr verändert werden. Damit wird sichergestellt, dass Veränderungen, die Einfluss auf die Rechnungsbeträge haben, nicht mehr möglich sind. Zudem wird die Nachverfolgbarkeit verbessert.

Auswirkungen:

Wenn Sie einen Fall bearbeiten wollen, bei dem bereits eine Rechnung erstellt wurde, sind alle Felder mit Einfluss auf das Abrechnungssystem grau dargestellt und können nicht mehr verändert werden. Siehe Screenshot View "Fall" unten.

Fenster Fall bearbeiten

Vorgehen für Fallbearbeitung

Empfohlenes Vorgehen zur Fallerstellung und Rechnungsstellung:

  1. Notieren Sie bei der Falleröffnung fehlende Informationen (z.B. Krankenkasse)
  2. Stellen Sie die Nachverfolgung der Pendenzen sicher per Reminder oder ähnliches
  3. Vervollständigen Sie die Falleinstellungen unbedingt VOR der ersten Rechnung
  4. Falls es dennoch NACH der ersten Rechnung Änderungen gibt:
    1. Stornieren Sie die entsprechende Rechnung
    2. Erstellen Sie einen neuen, korrekten Fall mit den richtigen Einstellungen
    3. Übertragen Sie die Leistungen auf den neuen, korrekten Fall
    4. Erstellen Sie eine neue Rechnung

Dieses Vorgehen ist aufwändiger als die bisherige Arbeitsweise, stellt aber sicher, dass die erbrachten Leistungen korrekt verrechnet und die Statistiken korrekt ausgegeben werden.

Warum wurde diese Änderung nicht wählbar/einstellbar gemacht und gilt für alle?

Das nachträgliche Bearbeiten bereits verrechneter Fälle ist eine häufige Ursache fehlerhafter Statistiken zum Jahresende. wewnn es möglich ist, die Sperrung zu deaktivieren, schleichen sich Abrechnungsfehler ein.

Durch das stehen lassen der zuerst falsch erstellten Fälle ist auch eine Nachverfolgung der Änderungen möglich. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn es zu Wechseln von Krankenkassen kommt.